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  Need for Speed: Nitro
30.01.2010, SamstagAutor:  Laura Szabo
 
Das „Need for Speed“-Franchise ist aus dem benzinhaltigen Videospielbereich nicht mehr wegzudenken. Röhrende Motoren untermalt von Polizei-Sirenen, getunte Luxuskarren und hübsche Mädels – bei diesen Stichworten bekommen Fans von Arcade-Racern seit 1994 feuchte Augen. Abgesehen von diversen Handheld-Ablegern sind bis heute dreizehn Spiele der Hauptreihe erschienen. Während HD-Fetischisten jüngst mit Need for Speed Shift auf PS3 und Xbox 360 bedient wurden, folgte kurze Zeit später mit Need for Speed Nitro der erste Wii-exklusive Titel der Reihe. Ob und wie EA mit Wiimote-Steuerung und Wii-Grafikmöglichkeiten klar kam, erfahrt ihr in unserem Test.

Erst einmal runter vom Gas!
Statt einer knackigen Boxenluder-Schönheit erklärt euch ein gesichtsloser Typ mit seltsamem Italo-Akzent die Steuerung des Spiels. Wer die betont lässigen Intro-Cutscenes liebt, in denen echte Schauspieler in Computeranimation integriert wurden, ist bei Nitro an der falschen Adresse. Wie bei Wii-Spielen oftmals üblich wurde eine hübsche, detailverliebte HD-Optik durch einen eher kindlichen, schlichten Comicstil ersetzt. Die Figuren erinnern ein bisschen an den knuffigen Siedler- oder Sims-Look und haben mit den coolen Typen aus Underground 2 oder Carbon nichts zu tun. Um es euch direkt zu sagen: Von einer Shift-Grafik können Wii-Besitzer hier nur träumen. Ihr merkt es schon: Hier sollen sich auch jüngere (Casual-)Spieler angesprochen fühlen.

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Euch stehen zwei Modi zur Auswahl. Im Arcade-Modus spielt ihr schnelle und natürlich illegale Streetracing-Events solo oder offline mit bis zu drei Mitspielern, im Karrieremodus begleitet ihr einen Racer, auch hier auf Wunsch lokal im Multiplayer, durch die Handlung. Die erste Enttäuschung tritt ein: Mit dem Renault 4L und einem VW Bus Type 2 habt ihr zu Beginn nur zwei weder hübsche noch schnelle Wagen zur Auswahl. Danach legt ihr die Optik eurer – nein, nicht Luxuskarrosse, sondern Garage (!) – fest. Um ein „fetziges“ Graffiti an eurem Wagen anzubringen, wählt ihr eine der wenigen Farben und benutzt die Wiimote wie einen Pinsel, um Freihand (!) ein paar krumme Linien auf euren fahrbaren Untersatz zu krakeln. Alternativ bringt ihr ein paar vorgefertigte Stempel auf der Karrosserie an. Das Ergebnis sieht danach aus wie ein Experiment aus Mario-Paint-Zeiten und erinnert eher an Spielzeugautos aus dem Überraschungsei als an Testosteron-geschwängerte Pimp my ride-Lowrider. Insgesamt lassen sich jedoch 30 Wagen freispielen, darunter auch schicke Flitzer von Lamorghini und Porsche. Bis zu sieben Autos gleichzeitig dürft ihr in der Garage parken.

Ist euer Wagen startklar, besucht ihr auf der Karte nacheinander verschiedene Austragungsorte auf der ganzen Welt. Wir starten in Rio de Janeiro (eine frei befahrbare Stadt gibt es leider nicht) und entscheiden uns zwischen Rundkurs-Rennen (mehrere Runden, bei denen der Erstplatzierte gewinnt), Eliminator-Rennen (alle 30 Sekunden scheidet der letztplatzierte Fahrer aus), Drift-Challenge (bei dem es darum geht, spektakulär durch die Kurven zu driften) sowie Radarfallen (je schneller ihr durchrast, desto besser). Später gesellen sich noch Drag-Rennen (Gänge werden manuell geschaltet) und Zeitfahren sowie der abschließende Grand Prix hinzu. Je nach Leistung erhaltet ihr nach jedem Abschnitt eine bestimmte Anzahl Sterne, mit denen ihr neue Events, Autos und Wagenteile freischaltet. Für einen coolen Fahrstyle gibt es zusätzliche Sterne.



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Need for Speed: Nitro
Release:19.11.2009
Plattform/en:Nintendo Wii
Nintendo DS  
Medienformat:DVD
Genre:Rennspiel
Publisher:Electronic Arts
Entwickler:Electronic Arts Black Box
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